follow us on facebook

follow us on facebook

Spielplan und Online-Tickets

Freitag
10
April

17:00 Uhr
St. Michaeliskirche, Hof

Kirchenkonzert

Anonymus (18. Jhdt.): Lukas Passion

Leitung Georg Stanek

Freitag
24
April

19:30 Uhr
Festsaal Freiheitshalle Hof

08. Symphoniekonzert "Vorkämpfer"Als erste Frau überhaupt in der siebzigjährigen Geschichte des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD gewann Selina Ott 2018 im Alter von nur 20 Jahren den ersten Preis in der Kategorie Trompete. Sie wurde umgehend zu fü

Kurt Weill
Suite aus Der Silbersee

André Jolivet
Konzert Nr. 2 für Trompete und Orchester

Kurt Weill
Symphonie Nr. 2

Trompete, Selina Ott
Dirigent, Johannes Wildner

         

Als erste Frau überhaupt in der siebzigjährigen Geschichte des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD gewann Selina Ott 2018 im Alter von nur 20 Jahren den ersten Preis in der Kategorie Trompete. Sie wurde umgehend zu führenden Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und der Tschechischen Philharmonie, sowie zu internationalen Festivals eingeladen.

„Es ist wie eine Schulstunde der Gemeinheit, was ich erlebe“, reflektierte Kurt Weill im Oktober 1932 die politische Lage in Deutschland, als er seine Partitur zu Der Silbersee beendete. Das Dresdner Staatstheater und das Deutsche Theater Berlin lehnten eine Uraufführung an ihrem Haus ab. Erst Weills Verlag, den Universal Edition gelang es mit den Theatern in Leipzig, Magdeburg und Erfurt eine Ringuraufführung abzuschließen. Am 18. Februar 1933, drei Wochen nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, fand die Uraufführung im Leipziger Schauspielhaus statt. Von den seriösen Rezensenten wurde ihm einhelliger Erfolg bescheinigt, die NS-Presse jedoch reagierte heftiger. Einem Komponisten wie Weill muss man mit Misstrauen begegnen, noch dazu, wenn er sich als Jude erlaubt, für seine unvölkischen Zwecke sich einer deutschen Opernbühne zu bedienen“. Die in unserem Konzert erklingende Suite wurde vom israelischen Komponisten Karel Salomon im Jahre 1952 gesetzt. Am 27. Februar 1933 brannte in Berlin der Reichstag, und kurze Zeit später, Anfang März wurde Der Silbersee an allen drei Theatern abgesetzt. Kurt Weill floh vor drohender Verhaftung durch die Gestapo nach Paris.

Angekommen in der französischen Hauptstadt, stellte Kurt Weill fest, dass die grauenhafte nationalsozialistische Hetzjagd weiterging, sie störten weiterhin seine Vorstellungen und Konzerte. Die 2. Symphonie von Weill, ein Auftragswerk für die Mäzenin Princesse de Polignac, gilt als symphonisches Hauptwerk des Komponisten. Im Frühjahr 1934 vollendet, im Oktober 1934 von Bruno Walter mit dem Amsterdamer Concertgebouw-Orchester uraufgeführt, stellt sie eine geniale Verbindung der symphonischen Tradition mit seinem typisch Weillschen Songstil dar. Nach der ersten Probe schrieb Weill begeistert an seine Frau Lotte Lenya: „Die Probe war wunderbar. Walter macht es großartig, und alle sind sehr begeistert, vor allem das ganze Orchester. Es ist ein gutes Stück und klingt ausgezeichnet“.

In seinen Kompositionen nahm André Jolivet schon früh Abstand von der tonalen und rhythmischen Grenze. Als Vertreter der Avangarde-Gruppe La Jeune France, der u.a. auch Olivier Messiaen angehörte, distanzierte er sich vom vorherrschenden Neoklassizismus und ließ sich vielmehr von der ausdrucksvollen, spirituellen Musik der Antike und der Naturvölker inspirieren. In seinem zweiten Konzert für Trompete aus dem Jahre 1955 schmückt er die magischrituellen Elemente noch mit jazzigen Anleihen und schafft damit eine wunderbare Verschmelzung verschiedener Musikwelten. Wie geschaffen für die preisgekrönte Trompeterin Selina Ott – hinreißend virtuos!

Text: Stefanie Müller-Lietzau

Details

Online-Tickets

Freitag
01
Mai

19:30 Uhr
König Albert Theater, Bad Elster

Symphoniekonzert

Carl Gottlieb Reißiger
Jubel-Ouvertüre op. 67
Franz Lehár
Ungarische Fantasie für Violine und Orchester op. 45
Franz Lehár
Concertino für Violine und Orchester h-Moll
Peter I. Tschaikowsky
Symphonie Nr. 3 D-Dur op. 29 Polnische

Violine Benjamin Schmid
Leitung Florian Merz

 

 

Samstag
09
Mai

19:30 Uhr
Festsaal Freiheitshalle, Hof

Gala-Konzert 7. Inter. Violinwettbewerb Henri Marteau

Galakonzert der Preisträger
präsentiert von der Dr. Hans Vießmann-Stiftung

Der Internationale Violinwettbewerb Henri Marteau wurde 2002 vom Freundeskreis der Musikbegegnungsstätte Haus Marteau e. V. ins Leben gerufen und wird im Turnus von drei Jahren in Lichtenberg und Hof durchgeführt. 2007 hat der Bezirk Oberfranken die Trägerschaft des Wettbewerbs übernommen. Unser Kultur- und Bildungsunternehmen Hofer Symphoniker ist seitdem mit der Gesamtleitung und Organisation betraut.
Der Wettbewerb mit allen Wertungsrunden und dem Galakonzert erfreut sich in der Region großer Beliebtheit und wird mit regem Interesse verfolgt. Ein Großteil der Kandidaten und Kandidatinnen wird bei Gastfamilien untergebracht – wir bedanken uns bei allen Unterstützern herzlich für ihr Engagement! Wenn auch Sie einen Kandidaten oder eine Kandidatin beherbergen möchten, melden Sie sich unter Tel. 09281 7200-15.
Seien Sie dabei, der Eintritt zu den Wertungsrunden und Finals ist frei. Beim Finale können Sie über den Publikumspreis abstimmen.

Den Abschluss bildet Galakonzert mit den Preisträgern im Festsaal der Freiheitshalle Hof

Hofer Symphoniker
Dirigent: Christoph-Mathias Mueller

Öffentliche Wertungsrunden
Haus Marteau Lichtenberg
1. Runde und Semifinale
Dienstag, 28. April bis Mittwoch, 05. Mai

Finale mit den Hofer Symphonikern

Festsaal Freiheitshalle Hof
Donnerstag, 07. Mai · 18 Uhr
und Freitag, 08. Mai · 18 Uhr

Freitag
15
Mai

19:30 Uhr
Festsaal Freiheitshalle Hof

09. Symphoniekonzert "William, Briten & Co."

William Walton
Ouvertüre zum Lustspiel Scapino

Benjamin Britten
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 15

Ralph Vaughan Williams
Symphonie Nr. 2 G-Dur A London Symphony

Violine, Carolin Widmann
Dirigent,
Hermann Bäumer

 

         

Carolin Widmann wurde 2017 mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik für ihre Individualität und ihr außerordentliches musikalisches Können ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt sie 2016 den International Classical Music Award (in der Kategorie „Konzert“) für ihre von der Fachpresse hoch gelobten Aufnahmen der Violinkonzerte von Mendelssohn und Schumann mit dem Chamber Orchestra of Europe. Als „Musikerin des Jahres“ der International Classical Music Awards 2013 hat Carolin Widmann mit weltweit führenden Orchestern zusammengearbeitet.

Die Werke von Ralph Vaughan Williams und Benjamin Britten markierten einen Wendepunkt in der britischen Musikgeschichte. In den Jahren von 1945 bis 1958 gehörten ihre neuen Kompositionen zu den wichtigsten Ereignissen im britischen Musikleben. Das Zeitalter einer neuen Musikergeneration war angebrochen...

„Der Titel könnte den Eindruck erwecken, dass es sich um Programmmusik handle; das war aber keineswegs die Absicht des Komponisten. Vielleicht wäre ‚Sinfonie eines Londoners‘ ein zutreffenderer Titel gewesen“, so Ralph Vaughan Williams über seine London Symphony. Vaughan Williams hinderte den Dirigenten Albert Coates jedoch nicht daran, bei einer Aufführung im Jahre 1920 die Musik im Programmheft mit sehr anschaulichen Assoziationen zu charakterisieren. Stimmungsbilder wie der Tagesanbruch an der Themse, einem nostalgischen, nebligen Novembernachmittag in Bloomsbury oder auch ein Samstagnachmittag am belebten Südufer der Themse sind nur ein paar der mitreißenden Großstadt-Impressionen, die Vaughan Williams in der London Symphony musikalisch darstellt.

Benjamin Britten beurteilte sein Konzert für Violine als „fraglos mein bestes Stück. Es ist ziemlich ernst, fürchte ich – aber es gibt durchaus einige Melodien!“ Inspiriert von seiner Spanienreise komponierte Britten in den Jahren 1938/39 sein Opus 15 für den spanischen Geiger Antonio Brosa. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Herbst 1939 vollendete er im kanadischen Exil sein Violinkonzert in d-Moll. Wenn auch direkte politische Bezüge nicht eindeutig nachweisbar sind, so spürt man die dramatisch endenden Umstände dieser Zeit sehr deutlich. Die prägnanten Rhythmen sowie die eindringlich, mahnende Grundstimmung fesseln jeden Zuhörer.

Ist auch William Waltons orchestrales Oeuvre zahlenmäßig sehr überschaubar, beliebt waren seine Werke bei den großen Orchestern allemal. Im Juni 1939 wurde er vom Chicago Symphony Orchestra beauftragt, ein Orchesterwerk für die 50-Jahres-Feier des Orchesters zu komponieren. Es sollte etwas Heiteres sein, gemäß bediente sich Walton bei dem Kupferstich von Jacques Callot: Scapino, einem Harlekin aus der italienischen Commedia dell’arte. Die quirlig-amüsante Ouvertüre zum Lustspiel Scapino war geboren!

Text: Stefanie Müller-Lietzau

Details

Online-Tickets

Freitag
19
Juni

19:30 Uhr
Festsaal Freiheitshalle Hof

10. Symphoniekonzert "Zarte Erinnerung"

Peter I. Tschaikowsky
Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester op. 33

Dmitrij Schostakowitsch
Kammersymphonie op. 110a

Robert Schumann
Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Dirigent und Cello, Wolfgang Emanuel Schmidt

Schon während seines Studiums an der Juilliard School in New York bildete das Dirigieren einen Bestandteil seiner Ausbildung, doch ließ er es zunächst für seine erfolgreiche Cellistenlaufbahn ruhen. Im Jahre 2010 gründete er zusammen mit seiner Frau Indira Koch das Kammerorchester „Metamorphosen Berlin“, welchem er als Dirigent und künstlerischer Leiter vorsteht. Als Gastdirigent leitet er u.a. Konzerte der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Nordwestdeutschen Philharmonie und des Kammerorchesters der Deutschen Oper Berlin.

Bereits im Alter von 22 Jahren beschäftigte sich Robert Schumann mit einer Symphonie in g-Moll. Und so war es auch kein Wunder, dass seine Frau Clara schon wenige Wochen nach dem Erfolg der Frühlings-Symphonie im Jahre 1841 d-Moll-Klänge aus dem Arbeitszimmer ihres Mannes hörte und ins Tagebuch schreiben konnte: „Roberts Geist ist gegenwärtig in gröster Thätigkeit, er hat gestern eine Symphonie wieder begonnen…“ Es ist vielleicht Robert Schumanns schönste Symphonie geworden, von der Clara hier mit Liebe und Humor spricht. Getragen vom Erfolg seiner Frühlings-Symphonie überreichte der Komponist seiner Frau die neue Symphonie in d-Moll am 13. September 1841 als Geburtstagsgeschenk. Die Uraufführung selber verzögerte sich jedoch um ganze 12 Jahre. Im Jahre 1851 revidierte Robert Schumann die Instrumentierung der Symphonie vollständig und führte sie erst am 12. März 1853 in Düsseldorf auf. Dabei wählte er zunächst die Bezeichnung Symphonische Phantasie, ein Terminus, der die Gestaltung des Werkes eigentlich besser trifft als der neutrale Titel Symphonie.

„Nach meiner tiefen Überzeugung ist Mozart der höchste Gipfelpunkt, den die Schönheit im Bereich der Musik erreicht hat. Nur bei ihm habe ich geweint und gebebt vor Begeisterung, weil ich wusste, dass ich dem nahe war, was wir Ideal nennen.“ Mit seinen Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester schuf Peter I. Tschaikowsky seine persönliche Huldigung an das 18. Jahrhundert und dessen Vorbild Wolfgang Amadeus Mozart. Anders als in seiner Orchestersuite „Mozartiana“, in der er Originalwerke Mozarts bearbeitete, ist das schlichte und elegante „Rokoko-Thema“ eine Erfindung Tschaikowskys. Im Jahre 1876 komponiert, gehört das Werk mit seinen acht heiteren und geistreichen Variationen seither zu den absoluten „Repertoire-Lieblingen“.

Während der Dreharbeiten für den sowjetischen Film „Fünf Tage und fünf Nächte“, in der Nähe von Dresden, komponierte Dmitrij Schostakowitsch innerhalb von nur drei Tagen das Streichquartett Nr. 8, das in Teilen auch in der Filmmusik Verwendung fand. Die Aufnahmen, die die Zerstörung der Stadt Dresden im Zweiten Weltkrieg zeigen, sowie die Interviews mit Zeitzeugen, bestürzten Schostakowitsch so sehr, dass er das Werk „Im Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges“ schrieb. Die eigentliche Widmung ist jedoch viel persönlicher. „Ich dachte darüber nach, dass, sollte ich irgendwann einmal sterben, kaum jemand ein Werk schreiben wird, das meinem Andenken gewidmet ist. Deshalb habe ich beschlossen, selbst etwas Derartiges zu  schreiben. Man könnte auf seinen Einband auch schreiben: ‚Gewidmet dem Andenken des Komponisten dieses Quartets‘.“ Die berühmte Bearbeitung des Quartetts in die Kammersymphonie op. 110a verfasste der Dirigent Rudolf Barschai, dem Schostakowitsch zeitlebens eng verbunden war.

Text: Stefanie Müller-Lietzau

Details

Online-Tickets

Donnerstag
25
Juni

19:30 Uhr
Rosenthal-Theater, Selb

Symphoniekonzert "Weltenbrand"

Mit Musik von Rudi Stephan, Maurice Ravel, Hans Pfitzner, Viktor Ullmann,
Ludwig van Beethoven, zeitgeschichtlichen Texten und Texten der Komponisten, Foto-, Bild‐ und Film-Projektionen sowie Audio-Zuspiel.

Textrezitation Jörn Bregenzer
Textauswahl und Regie Axel Fuhrmann
Leitung Johannes Klumpp

 

 

Freitag
03
Juli

19:30 Uhr
Festsaal Freiheitshalle Hof

11. Symphoniekonzert "Schicksalsjahre"

Milij Balakirew
Ouvertüre über drei russische Themen

Mieczysław Weinberg
Concertino op. 42 für Violine und Streichorchester

Peter I. Tschaikowsky
4. Symphonie f-Moll op. 36

Violine, Baiba Skride
Dirigent, Elias Grandy

 

                  

Die in Lettland geborene Geigerin Baiba Skride zählt zu den profiliertesten Geigerinnen unserer Zeit und wird weltweit für ihre inspirierenden Interpretationen und ihren unverwechselbaren Geigenton geschätzt. Sie spielt mit Orchestern von Weltrang wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Boston und Chicago Symphony Orchestra, New York Philharmonic, London Symphony, Concertgebouw Orkest Amsterdam oder dem Orchestre de Paris.

Milij Balakirew war die treibende Kraft in Russland, die es verstand, eine fortschrittliche nationale Musik zu schaffen. Gemeinsam mit Alexander Borodin, Modest Mussorgsky, Nikolaj Rimsky-Korsakow und César Cui gründete er die „Gruppe der Fünf “, bekannt auch als „Das mächtige Häuflein“. In ihren Kompositionen orientierten sie sich dabei besonders an der heimatlichen Volksmusik, wie auch seine 1858 vollendete Ouvertüre über drei russische Themen bestätigt. Ein elegantes russisches Volkslied bildet den Prolog, bevor Balakirew anschließend das Thema von „Auf den Feldern steht ein Birkenbaum“ musikalisch verarbeitet. Das Volkslied, das auch Tschaikowsky neunzehn Jahre später im Finale seiner 4. Symphonie verwenden sollte. Den Abschluss krönt das Volkslied „Beim Fest“, das später Strawinsky in seinem Ballett Petruschka nutzte. Eine abwechslungsreiche, beschwingte Ouvertüre, in der Balakirew überzeugend schöne Stimmungsbilder malt.

Er war einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts in Russland und kaum einer kennt ihn. Die Rede ist von Mieczysław Weinberg, der 1919 in Warschau geboren und 1986 beinah unbemerkt in Moskau gestorben ist. „Viele meiner Werke befassen sich mit dem Thema des Krieges. Dies war leider nicht meine eigene Wahl. Es wurde mir von meinem eigenen Schicksal diktiert und vom tragischen Schicksal meiner Familie. Ich sehe es als meine moralische Pflicht, vom Krieg zu schreiben, von den Gräueln, die der Menschheit in unserem Jahrhundert widerfuhren.“ Geprägt von den Schikanen der Nazi-Ära und den Repressalien der Sowjetunion verarbeitet Weinberg im viersätzigen Konzert für Violine seine eigene Geschichte und überträgt die Belastungen des Lebens auf den Solisten. Man spürt das ständige Treiben und Getrieben werden sowie die Trauer und Hoffnung auf eine bessere Zeit.

„Meinem besten Freunde“ gewidmet. Persönlich kennen gelernt hat Peter I. Tschaikowsky seine Gönnerin Nadeschda von Meck nie, war ihr aber durch einen regen Briefwechsel so vertraut, dass er ihr seine Symphonie Nr. 4 widmete. Auf Nachfrage nach dem tieferen Inhalt der Symphonie erhielt Frau von Meck von ihm einen langen Brief mit programmatischen Erläuterungen, die jedoch eher auf die Erwartungen seiner Gönnerin als auf eine Darstellung seiner eigenen Empfindungen abzielte. Jedoch taucht in seinen weitschweifenden Ausführungen zum ersten mal der Schicksalsgedanke auf als „das Samenkorn der ganzen Sinfonie […] das Schicksal, jene verhängnisvolle Macht, die unser Streben nach Glück sich nicht verwirklichen läßt, die eifersüchtig wacht, daß Glückseligkeit und Friede nicht voll und wolkenlos sei, die wie Damokles’ Schwert über unseremHaupte hängt und unsere Seele immer und immerfort vergiftet“.

Text: Stefanie Müller-Lietzau

Details

Online-Tickets

Samstag
11
Juli

19:30 Uhr
St. Stephanskirche, Würzburg

Chorkonzert

Leonard Bernstein
Chichester Psalms
Ludwig van Beethoven
Chorfantasie c-moll op. 80
Johann Sebastian Bach
Magnificat in D BWV 243
Anton Bruckner
Te Deum WAB 45

Leitung Dorothea Völker

 

 

Sonntag
19
Juli

20:30 Uhr
Innenhof Fürstliches Schloss, Regensburg

Symphonikonzert Fürstliches Schloss

Operngala mit Elina Garanca

 

 

Donnerstag
23
Juli

19:00 Uhr
Rathaushof, Schwarzenbach an der Saale

Open-Air-Konzert "Klassik an der Saale"

Leitung N.N.

Freitag
24
Juli

19:30 Uhr
Marienkirche, Stammbach

Kammerkonzert "Nachtmusik"

Das Motto "Nacht" präsentiert in vielerlei musikalischen Facetten