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Spielplan und Online-Tickets

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Online-Tickets sind ab Mitte September auf dieser Seite verfügbar

Freitag
24
März

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

07. Symphoniekonzert "Ein Amerikaner in Paris"

George Gershwin
Ein Amerikaner in Paris
Alexandre Tansman
Symphonie Nr. 3 (Symphonie concertante) für Violine, Viola, Violoncello,
Klavier und Orchester
Leonard Bernstein
Divertimento für Orchester
Maurice Ravel
La Valse
 

Fauré Quartett, Klavierquartett
Daniel Klajner, Dirigent

         

Divertire (ital.) – unterhalten; der Titel Divertimento für Orchester ist von Leonard Bernstein brillant umgesetzt. Bernstein gelingt eine amüsante und raffinierte Komposition, die er 1980 dem Boston Symphony Orchestra zum 100-jährigen Jubiläum widmete. Die acht Sätze mit Samba, Blues und Walzer sind kunstfertig verpackt, und mit viel Witz scheint sich der Komponist hier und da an Musik zu erinnern, die er kennen und lieben gelernt hat.

„Eine Art Apotheose auf den Wiener Walzer …, mit dem sich in meinem Geist die Vorstellung eines phantastischen und unentrinnbaren Wirbelns verbindet“, so beschrieb Maurice Ravel seine symphonische Dichtung La Valse. Anfangs zu Ehren Wiens und des Wiener Walzers gedacht, schrieb Ravel im Jahr 1920 unter dem Eindruck der Grausamkeiten des Ersten Weltkrieges einen Walzer, der nur als Apotheose im Angesicht der Zerstörung zu deuten ist. Impressionistische Klangfarben und verschobene Rhythmen ironisieren die einstige Walzerseligkeit und zeigen den Zerfall der alten Ordnung und den Zusammenbruch der Donaumonarchie.

1919 verließ der 22-jährige Alexandre Tansman seine Heimat Polen und emigrierte nach Paris. In der französischen Metropole angekommen, tauchte er sogleich in die Künstlerszene ein und freundete sich mit Maurice Ravel an. Dank Ravel, der Tansmans kompositorisches Potenzial erkannte und ihn lebenslang unterstützte, lernte er infolge Komponisten wie Francis Poulenc, Sergej Prokofieff und auf einer USA-Tournee George Gershwin kennen. Tansman und Gershwin freundeten sich an, und wenige Monate später kam Gershwin zu Besuch nach Paris. Dieser Aufenthalt inspirierte George Gershwin zu einem seiner schönsten Werke. „Es ist meine Absicht, die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, der auf den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt.“ Ein Amerikaner in Paris verbindet Ragtime, Blues und Charleston auf einzigartige Weise mit der französischen Klangsprache, eine Verbindung, die das Publikum wenige Jahre zuvor schon an der Rhapsody in Blue begeistert hat. Tansman spazierte gemeinsam mit Gershwin durch Paris, lauschte den Autohupen auf den Boulevards, der Musik in den gemütlichen Straßencafés und half ihm bei der Orchestrierung der symphonischen Dichtung. Im Jahr 1931 fand dieser französische Esprit und das unverwechselbare „amerikanische“ Kolorit Einzug in Tansmans 3. Symphonie. Farbige Instrumentation, kombiniert mit den neuesten Kompositionstechniken und seiner großen Schöpfungskraft, formt die Symphonie concertante zu einem originellen Meisterwerk. Die deutsche Erstaufführung hat 2008 das entdeckungsfreudige Fauré Quartett gespielt.

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