follow us on facebook

follow us on facebook

Veranstaltungen 2015/16

Freitag
30
September

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

01. Symphoniekonzert "Nächtliches"

Joseph Haydn
Symphonie Nr. 8 G-Dur „Le soir“ („Der Abend“)
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Violine und Orchester Nr 5 A-Dur KV 219
Arnold Schönberg
Verklärte Nacht für Streichorchester op. 4

 

Lena Neudauer, Violine
Hermann Bäumer, Dirigent

         

Joseph Haydn wird zu Recht als „Vater der Symphonie“ bezeichnet, hat er doch an die 104 Symphonien geschrieben. Einige haben besonders charakteristische Titel erhalten, so auch die Symphonie Nr. 8 G-Dur „Le Soir“ („Der Abend“). Sie entstand im Jahre 1761 und bildet mit der Symphonie Nr. 6 „Le Matin“ („Der Morgen“) und der Symphonie Nr. 7 „Le Midi“ („Der Mittag“) den symphonischen Zyklus Die Tageszeiten. In „Le Soir“ wird von den Violinen ein süßes Abendlied angestimmt, bevor Flöten-Blitze im Presto das Gewitter heraufbeschwören, sich der Regensturm durch die Streicher austobt und im Anschluss die Nacht harmonisch hereinbricht.

Lena Neudauer, die bereits mit 15 Jahren den renommierten Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg gewann und 2014 mit der Gesamteinspielung der fünf Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart für Furore sorgte, ist eine wunderbare Solistin für unser 1. Symphoniekonzert. Die Presse urteilte: „Ihr schöner, reiner Violin-Ton trifft den Geist dieser weniger virtuosen als schlicht überirdisch schönen Konzerte genau, ihre Empfindsamkeit erleuchtet die Werke von innen.“ Das fünfte und damit letzte der fünf Violinkonzerte besticht durch seine wunderbar melodiöse und charmante Art und ist eines der meistgespielten und vielleicht auch schönsten Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart.

Im Jahre 1899 vertonte Arnold Schönberg die Verklärte Nacht aus Richard Dehmels Sammlung Weib und Welt. Bei Mondschein gehen eine Frau und ein Mann durch einen Winterwald. Die Frau bekennt schuldbewusst, dass sie von einem anderen Mann schwanger sei, und spricht über ihren Kummer. Der Mann verzeiht ich rund bekennt sich in bedingungsloser Liebe zu ihr und dem Kind. Danach schreitet das Paar hoffnungsvoll weiter durch die Nacht. Arnold Schönberg war fasziniert von Dehmels Naturvisionen und seiner moralischen Behandlung dieses schwierigen Themas. Er selbst kommentierte seine Verklärte Nacht mit der Zielsetzung: „Ich habe mich darauf beschränkt, die Natur zu zeichnen und menschliche Gefühle auszudrücken.“ Den poetischen, zauberhaften Ton fasste er zu einem einsätzigen Streichsextett zusammen. In unserem Symphoniekonzert werden Sie die 1917 erstellte Fassung für Streichorchester hören, die zu Schönbergs meistgespielten Kompositionen gehört.

Details

Samstag
08
Oktober

19:00 Uhr
St. Michaeliskirche Hof

Kirchenkonzert Hof

Joseph Haydn
Die Jahreszeiten Hob. XXI:3


Anna Ellersiek, Sopran
Emilio Pons, Tenor
Falko Hönisch, Bass
St. Michaeliskantorei Hof

Georg Stanek, Leitung

Samstag
15
Oktober

20:00 Uhr
Dr.-Stammberger-Halle, Kulmbach

Symphoniekonzert Kulmbach

Ludwig van Beethoven
Overtüre zu Goethes Trauerspiel Egmont op. 84

Ludwig van Beethoven
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"

Tobias Feldmann, Violine
Ljubka Biagioni zu Guttenberg, Dirigentin

Freitag
21
Oktober

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

02. Symphoniekonzert "Britannia"

Benjamin Britten
Four Sea Interludes op. 33a aus der Ober Peter Grimes
William Walton
Konzert für Viola und Orchester
Felix Mendelssohn Bartholdy
Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 "Schottische"

Nils Mönkemeyer, Viola
Elias Grandy, Dirigent

         

Das gewaltige Hochland, die stürmischen Küsten und die historischen Wohnstätten der Maria Stuart inspirierten Felix Mendelssohn Bartholdy bei einer Schottland-Reise im Jahr 1829 zu seiner dritten Symphonie. Begeisterte Reiseeindrücke belegen es: „In der tiefen Dämmerung gingen wir heut nach dem Palaste, wo Königin Maria Stuart gelebt und geliebt hat … Es ist da alles zerbrochen, morsch, und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heut da den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden.“ Erste Skizzen verfasste er, die Uraufführung jedoch fand erst im Mai 1842, dreizehn Jahre später, im Leipziger Gewandhaus statt. Das Geheimnisvolle der Landschaft wird von Mendelssohn beispiellos portraitiert und fesselt den Zuhörer in seiner atmosphärischen Dichte.

Die Filmmusiken zu Heinrich V. und Hamlet brachten Sir William Walton Oscarnominierungen ein. Wie effektvoll und zugleich romantisch-poetisch Walton jedoch komponieren konnte, zeigt sich erst bei seinem Konzert für Viola und Orchester. Die Komposition bedeutete im Jahr 1929 seinen Durchbruch zu einem der führenden britischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Das wirkungsvolle Konzert ist eines der beliebtesten Repertoirestücke für Viola und Orchester.

„Als ich Peter Grimes schrieb, ging es mir darum, meinem Wissen um den ewigen Kampf der Männer und Frauen, die ihr Leben, ihren Lebensunterhalt, dem Meer abtrotzten, Ausdruck zu verleihen“, so Benjamin Britten über seine erste Oper Peter Grimes im Jahre 1945. In seinen

Zwischenspielen, den Four Sea Interludes, zeigt Britten mit suggestiver Klangmalerei das englische Meer an der Ostküste in vier verschiedenen Stimmungsbildern – hoch expressiv und ausdrucksstark und geradezu von Meeresluft erfüllt.

Details

Donnerstag
03
November

19:30 Uhr
Max-Reger-Halle, Weiden

Chorkonzert Weiden

Singing Witt

Stefanie Zühlke-Schmidt, Dirigentin

Freitag
04
November

19:00 Uhr
Frankenhalle, Naila

Preisträgerkonzert "Stars von morgen"

Die Hofer Symphoniker spielen mit oberfränkischen Preisträgern/innen des Bundes- und Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ 2016 unter der Schirmherrschaft des Bezirkstagspräsidenten von Oberfranken, Herrn Dr. Günther Denzler.

Dirigent Howard Golden 

Freitag
11
November

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

03. Symphoniekonzert "Verehrung"

Olivier Messiaen
Un sourire op I/57
Jean Francaix
Konzert für Klarinette und Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart
Sypmophnie Nr. 41 C-Dur KV 551 "Jupiter"

 

Sebastian Manz, Klarinette
Christoph-Mathias Mueller, Dirigent

             

„Man kann nicht über die Menschheit verzweifeln, wenn man weiß, dass Mozart ein Mensch war.“

Albert Einsteins Zitat unterstreicht die Genialität des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Seine vollendeten Kompositionen in allen Formen und Gattungen sind einzigartig in der Musikgeschichte. Von nur 35 Lebensjahren komponierte er 30 Jahre und schuf mit über 600 Werken ein imposantes OEuvre. Böse Zungen behaupteten, seine Kompositionsgeschwindigkeit erinnere ans sprichwörtliche Brezelbacken. Nicht sehr gerecht, schuf Mozart doch trotz seines Arbeitstempos die großartigsten Meisterwerke. Davon zeugen auch Mozarts drei letzte Symphonien, die er im Sommer 1778 innerhalb von nur sechs Wochen zu Papier gebracht hat. Seine letzte Symphonie, die Jupitersymphonie, strahlt vor Optimismus und gilt zu Recht als „eines der gelungensten Stücke der Symphonik“ und als „höchster Triumph der Instrumentalkomposition“.

Tiefe Verehrung für den Meister der Wiener Klassik verbindet die beiden französischen Komponisten Jean Françaix und Olivier Messiaen.

Jean Françaix stand den Entwicklungen der modernen Musik sehr skeptisch gegenüber und folgte in seinen Kompositionen der herkömmlichen klassischen Diatonik. Er orientierte sich nahe an Mozarts klarer Formgebung und war bestrebt, „musique du faire plaisir“ („Musik, die Freude macht“) zu komponieren. Das ist ihm auch in seinem 1967 komponierten Konzert für Klarinette und Orchester gelungen; es sprüht vor musikalischer Leichtigkeit und spielerischer Raffinesse.

Un sourire (Ein Lächeln) von Olivier Messiaen ist ein Auftragswerk, das am 5. Dezember 1991 zum 200. Todestag Mozarts seine Uraufführung in Paris erlebte. Es ist eine Hommage an den von ihm so verehrten Wolfgang Amadeus Mozart. Das Werk besteht formal aus zwei streng voneinander getrennten Teilen, aus „einer sehr einfachen Melodie der Violinen und einem Gesang exotischer Vögel mit Wiederholungen in Xylophon, Holzbläsern und Hörnern“. Direkte Zitate oder stilistische Imitationen seines Idols wird man indes nicht finden, vielmehr nähert sich Messiaen Mozart auf geistiger Ebene. „Trotz Schmerzen, Leids, Hungers, Kälte, Unverständnisses und Todesnähe hat Mozart stets gelächelt. Auch seine Musik lächelte. Deshalb habe ich mir, in aller Demut, gestattet, meine Huldigung mit Ein Lächeln zu überschreiben“, so Messiaens Anliegen.

Details

Donnerstag
17
November

19:30 Uhr
Rosenthal-Theater, Selb

Symphoniekonzert Selb

Carl Philipp Emanuel Bach
Berliner Symphonie e-Moll Wq 178

Johann Sebastian Bach
Konzert für Cembalo, Streicher und Basso continuo BWV 1052
(Bearbeitung von Akkordeon, Streicher und Basso continuo)

Joeph Hydn
Symphonie Nr. 92 G-Dur "Oxford"

Harald Oeler, Akkordeon
Roland Vieweg, Dirigent

Freitag
18
November

20:00 Uhr
Mehrzweckhalle, Münchberg

Symphoniekonzert Münchberg

Carl Philipp Emanuel Bach
Berliner Symphonie e-Moll Wq 178

Johann Sebastian Bach
Konzert für Cembalo, Streicher und Basso
continuo BWV 1052
(Bearbeitung für Akkordeon, Streicher und
Basso continuo)

Joseph Haydn
Symphonie Nr. 92 G-Dur "Oxford"

Harald Oehler, Akkordeon
Roland Viehweg, Dirigent

Freitag
25
November

20:00 Uhr
Ordenskirche St. Georgen, Bayreuth

Kirchenkonzert Bayreuth

Michael Lippert
Sonnenwinter (Uraufführung)

Michael Lippert, Leitung

Samstag
26
November

17:00 Uhr
Ordenskirche St. Georgen, Bayreuth

Kirchenkonzert Bayreuth

Michael Lippert
Sommerwinter

Michael Lippert, Leitung

Sonntag
27
November

19:00 Uhr
Mehrzweckhalle, Kemnath

Konzert mit dem Philharmonischen Chor Bayreuth

Sollisten N.N.
Philharmonischer Chor Bayreuth
Dirigent
N.N.

Freitag
02
Dezember

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

04. Symphoniekonzert "Verzauberte Weihnachten"

Peter I. Tschaikowsky
Nussknacker-Suite op. 71a
Sergej Prokofieff
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Des-Dur op. 10
Sergej Rachmaninoff
Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Olga Scheps, Klavier
Hermann Bäumer, Dirigent

         

Tanzende Rohrflöten, schwungvolle Blumen und eine strahlende Zuckerfee verzaubern Jahr für Jahr die Menschen zur Weihnachtszeit. 1816 hat sie E. T. A. Hoffmann in seinem Kunstmärchen Nussknacker und Mausekönig erschaffen, musikalisch verkleidet wurden sie 1892 in Peter I. Tschaikowskys Ballett Der Nussknacker. Klara, ein kleines Mädchen, bekommt am Weihnachtsabend einen Nussknacker geschenkt, der sich in der Nacht in einen schönen Prinzen verwandelt. Er nimmt sie mit auf eine Reise ins Königreich der Süßigkeiten, wo zu ihren Ehren ein Fest mit vielen verschiedenen Tänzen veranstaltet wird. Die Nussknacker-Suite, die Kurzfassung der eigentlich großen Ballettpartitur, verfügt über eine Fülle hinreißender Melodien, die allesamt zu Ohrwürmern geworden sind.

Nach dem Misserfolg seiner 1. Symphonie im Jahr 1897 stürzte Sergej Rachmaninoff in eine schwere Depression, die ihn mehrere Jahre am Komponieren hinderte. Erstaunlich ist, dass er sich trotz immerwährender Selbstzweifel zehn Jahre später erneut an die Meistergattung wagte und seine zweite Symphonie komponierte. Rachmaninoff befand sich zu der Zeit aufgrund der in Russland herrschenden politischen Unruhen in Dresden und genoss eine außergewöhnlich ruhige Lebensphase. An einen Freund schrieb er in dieser Zeit: „Wir leben hier als Einsiedler: Wir sehen niemanden, wir kennen niemanden und zeigen uns nirgendwo. Ich arbeite sehr viel und fühle mich sehr wohl.“ Typisch russisches Kolorit, schwelgerisch-strömende Melodien und eine brillante Orchestrierung ziehen den Hörer bei seiner zweiten Symphonie in ihren Bann. Von den Kritikern damals als „Mütterchen Russlands gesammelter Weltschmerz in e-Moll“ abqualifiziert, gehört sie heute zu den Meisterwerken russischer Spätromantik.

Schon zu Studienzeiten am Konservatorium in St. Petersburg wurde Sergej Prokofieff als musikalisches „Enfant terrible“ bezeichnet, brach er doch mit seinen ungewohnt schroffen Dissonanzen und Rhythmen mit der gefühlvollen Melodik seiner Zeitgenossen. So verwundert es nicht, dass Rachmaninoff für den „wilden“ Prokofieff nichts übrig hatte. Beide waren sie hervorragende Pianisten wie auch Komponisten und gelegentlich kreuzten sich ihre Wege, aber ihr Kontakt war stets kühl. Das 1911 als Concertino angelegte Klavierwerk schrieb er zu einem einsätzigen Klavierkonzert um, dem ersten von fünf Konzerten. In spätromantischer Form gehalten, trägt das Werk deutlich Prokofieffs Handschrift. Das vor Leidenschaft sprühende, virtuose Konzert gehört bis heute zu seinen beliebtesten Kompositionen.

Details

Freitag
23
Dezember

20:00 Uhr
Max-Reger-Halle, Weiden

Weihnachtliches Konzert zum Abschluss des Max-Reger-Jahres

Max Reger
Eine Ballett-Suite op. 130

Peter I. Tschaikowsky
Nussknacker-Suite op. 71a

Engelbert Humperdinck
Auszüge aus Hänsel und Gretel

Johannes Wildner, Dirigent

Montag
26
Dezember

17:00 Uhr
St.-Jobst-Kirche, Rehau

Kirchenkonzert Rehau

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium BWV 248,
Kantaten 1-3

Konzertchor Rehau
Projektchor Rehau

Hermann Engel, Leitung

Sonntag
01
Januar

19:00 Uhr
Fichtelgebirgshalle, Wunsiedel

Neujahrskonzert Wunsiedel "Wünsche und Träume"

Hofer Symphoniker
Johannes Klumpp
, Dirigent und Moderation

 

Nähere Infos hierzu siehe Neujahrskonzert am 07.01.2017

Dienstag
03
Januar

19:00 Uhr
Onoldiasaal, Ansbach

Neujahrskonzert Ansbach "Wünsche und Träume"

Hofer Symphoniker
Johannes Klumpp
, Dirigent und Moderation

 

Nähere Infos hierzu siehe Neujahrskonzert am 07.01.2017

Donnerstag
05
Januar

19:30 Uhr
Rosenthal-Theater, Selb

Neujahrskonzert Selb "Wünsche und Träume"

Hofer Symphoniker
Johannes Klumpp
, Dirigent und Moderation

 

Nähere Infos hierzu siehe Neujahrskonzert am 07.01.201

Freitag
06
Januar

17:00 Uhr
Freiheitshalle, Hof

Neujahrskonzert Hof "Wünsche und Träume"

Hofer Symphoniker
Johannes Klumpp
, Dirigent und Moderation

 

Nähere Infos hierzu siehe Neujahrskonzert am 07.01.2017

Samstag
07
Januar

20:00 Uhr
Dr.-Stammberger-Halle, Kulmbach

Neujahrskonzert Kulmbach "Wünsche und Träume"

Hofer Symphoniker
Johannes Klumpp
, Dirigent und Moderation

Das Konzertmotto „Wünsche und Träume“ verspricht eine musikalische Phantasiereise durch alle Sehnsüchte und hoffnungsfrohen Erwartungen, die mit einem Jahreswechsel verbunden sind. Werke wie Robert Schumanns Träumerei oder Johann Strauß’ Polka Ohne Sorgen werden erklingen, und Johannes Klumpp wird in bewährter Weise durchs Programm führen und vielleicht ein paar Wünsche und Träume erfüllen können.

Details

Freitag
20
Januar

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

05. Symphoniekonzert "Melancholie. Zuversicht"

Heino Eller
Morgendämmerung
Jean Sibelius
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
Edward Elgar
Symphonie Nr. 1 As-Dur op. 55

 

Michael Barenboim, Violine
Hermann Bäumer, Dirigent

         

Bei der Morgendämmerung ist die Sonne noch hinter dem Horizont verborgen. Nur die leuchtende Morgenröte deutet den bevorstehenden Sonnenaufgang an. Zu Beginn der knapp achtminütigen Morgendämmerung von Heino Eller bricht mit einem poetischen Oboensolo das Tageslicht durch den Schleier der Nacht. Mit zwitschernden Flöten setzt sich das Tageslicht durch, das Orchester vereint sich und man hört förmlich den majestätischen Sonnenaufgang. In seiner Heimat Estland ist die 1918 komponierte symphonische Dichtung zum Klassiker avanciert.

„Die Geige hatte mich ganz in ihren Bann geschlagen. Zehn Jahre war es mein frommster Wunsch gewesen, ein großer Geiger zu werden. Es bedeutete ein schmerzhaftes Erwachen, als ich eines Tages feststellen musste, dass ich für den mühsamen Pfad eines Virtuosen meine Ausbildung zu spät begonnen hatte.“ Sein Violinkonzert in d-Moll hat Jean Sibelius als erfahrener Geiger im Bewusstsein der technischen Möglichkeiten und der mannigfaltigen Klangqualitäten der Violine hochvirtuos angelegt. Sibelius stellt höchste technische Anforderungen an den Solisten und gibt dem Orchester Gelegenheiten, harmonischen und dynamischen Reichtum zu zeigen. Gleich zu Beginn wird der Hörer von der Kühle und Melancholie in den Bann gezogen, er fühlt sich in die große Weite der finnischen Natur versetzt.

Seit dem Tod von Henry Purcell 1695 hatte es kein britischer Komponist auch nur annähernd geschafft, dessen Stellenwert einzunehmen. Erst im Jahr 1899, zwei Jahrhunderte später, wurde Edward Elgar mit seinen Enigma-Variationen berühmt und erlöste England aus seinem musikalischen „Dornröschenschlaf“. Weitere neun Jahre mussten vergehen, bis Elgar seine erste Symphonie fertigstellte und damit für sich und sein Land den endgültigen Durchbruch in der englischen Symphonik erzielte. Bei der Uraufführung in Manchester im Dezember 1908 war das Publikum bereits nach dem ersten Satz so überwältigt und applaudierte derart, dass das Konzert unterbrochen werden musste und Elgar auf die Bühne gerufen wurde. Erst dann konnte das Konzert fortgesetzt werden. Der enorme Erfolg seiner ersten Symphonie hielt an und allein im Jahre 1909 kam es weltweit zu weiteren 100 Aufführungen.

Details

Freitag
10
Februar

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

06. Symphoniekonzert "Zum Leben erweckt"

Ludwig van Beethoven
Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel Egmont op. 84
Sergej Rachmaninoff
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30
Igor Strawinsky
Petruschka, Burleske in vier Bildern

 

Alexander Krichel, Klavier (Bild links)
Daniel Klajner, Dirigent (Bild rechts

         

„Was ist Musik?! Eine ruhige Mondnacht; das Rauschen der Blätter; entferntes Abendläuten; das was von Herz zu Herz geht: die Liebe; die Schwester der Musik ist die Poesie −ihre Mutter: die Schwermut!“

Sergej Rachmaninoffs Aussage aus dem Jahr 1932 stellt seine Verteidigung gegenüber dem Vorwurf dar, dem er sich zeitlebens ausgesetzt sah. Die einen mochten seinen romantischen, stets etwas melancholischen Kompositionsstil und unerschöpflichen Melodienreichtum. Die anderen reduzierten ihn auf den Gefühlskomponisten mit einem anachronistisch-rückständigen Kompositionsstil. Ungeachtet dieser Kritik hat sich in Rachmaninoffs drittem Klavierkonzert die Leidenschaft, die melodische Vielfalt und seine kompositorische Raffinesse bis heute durchsetzen können. Für seine Amerika-Tournee im Herbst 1909 komponierte sich Rachmaninoff das dritte Klavierkonzert auf den Leib. Es ist ein pianistisches Bravourstück, das an Kraft und Ausdrucksvielfalt sein zweites Klavierkonzert noch übertrifft.

Igor Strawinskys sensationeller Erfolg mit dem Ballett Der Feuervogel im Jahre 1910 bescherte ihm 1911 mehrere Kompositionsaufträge, so auch den Auftrag der Komposition Petruschka, über die Strawinsky Folgendes schrieb: „Bei dieser Arbeit hatte ich die hartnäckige Vorstellung einer Gliederpuppe, die plötzlich Leben gewinnt und durch das teuflische Arpeggio ihrer Sprünge die Geduld des Orchesters so sehr erschöpft, dass es sie mit Fanfaren bedroht. Daraus entwickelt sich ein schrecklicher Wirrwarr, der auf seinem Höhepunkt mit dem schmerzlich-klagenden Zusammenbruch des armen Hampelmannes endet.“ Ursprünglich als Klavierkonzert konzipiert, erkannte der berühmte Begründer der Ballets Russes, Serge Diaghilew, das Potenzial und überzeugte Strawinsky von einer Ballettfassung. Meisterhaft instrumentiert, gepaart mit ungewöhnlich herben Harmonien und mitreißender Rhythmik, erweckt Strawinsky die Figur Petruschka zum Leben. Sie liebt, leidet und stirbt, als wäre sie keine Puppe, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut.

Ein Jahrhundert zuvor, im August 1810, schrieb Ludwig van Beethoven an seinen Verleger, er habe die Musik zu Goethes Trauerspiel Egmont „bloß aus Liebe zum Dichter geschrieben“. Gegenstand des Trauerspiels ist der Befreiungskampf der Niederlande unter spanischer Besatzung Anfang des 16. Jahrhunderts. In der etwa neunminütigen Ouvertüre zeichnet Beethoven komprimiert den Befreiungskampf des Titelhelden Graf Egmont von Gaure nach: seine Freiheitsliebe, die Aufopferung für die Sache des Volkes und schließlich seine Vision einer besseren freien Welt vor seiner Hinrichtung.

Details

Freitag
24
März

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

07. Symphoniekonzert "Ein Amerikaner in Paris"

George Gershwin
Ein Amerikaner in Paris
Alexandre Tansman
Symphonie Nr. 3 (Symphonie concertante) für Violine, Viola, Violoncello,
Klavier und Orchester
Leonard Bernstein
Divertimento für Orchester
Maurice Ravel
La Valse
 

Fauré Quartett, Klavierquartett
Daniel Klajner, Dirigent

         

Divertire (ital.) – unterhalten; der Titel Divertimento für Orchester ist von Leonard Bernstein brillant umgesetzt. Bernstein gelingt eine amüsante und raffinierte Komposition, die er 1980 dem Boston Symphony Orchestra zum 100-jährigen Jubiläum widmete. Die acht Sätze mit Samba, Blues und Walzer sind kunstfertig verpackt, und mit viel Witz scheint sich der Komponist hier und da an Musik zu erinnern, die er kennen und lieben gelernt hat.

„Eine Art Apotheose auf den Wiener Walzer …, mit dem sich in meinem Geist die Vorstellung eines phantastischen und unentrinnbaren Wirbelns verbindet“, so beschrieb Maurice Ravel seine symphonische Dichtung La Valse. Anfangs zu Ehren Wiens und des Wiener Walzers gedacht, schrieb Ravel im Jahr 1920 unter dem Eindruck der Grausamkeiten des Ersten Weltkrieges einen Walzer, der nur als Apotheose im Angesicht der Zerstörung zu deuten ist. Impressionistische Klangfarben und verschobene Rhythmen ironisieren die einstige Walzerseligkeit und zeigen den Zerfall der alten Ordnung und den Zusammenbruch der Donaumonarchie.

1919 verließ der 22-jährige Alexandre Tansman seine Heimat Polen und emigrierte nach Paris. In der französischen Metropole angekommen, tauchte er sogleich in die Künstlerszene ein und freundete sich mit Maurice Ravel an. Dank Ravel, der Tansmans kompositorisches Potenzial erkannte und ihn lebenslang unterstützte, lernte er infolge Komponisten wie Francis Poulenc, Sergej Prokofieff und auf einer USA-Tournee George Gershwin kennen. Tansman und Gershwin freundeten sich an, und wenige Monate später kam Gershwin zu Besuch nach Paris. Dieser Aufenthalt inspirierte George Gershwin zu einem seiner schönsten Werke. „Es ist meine Absicht, die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, der auf den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt.“ Ein Amerikaner in Paris verbindet Ragtime, Blues und Charleston auf einzigartige Weise mit der französischen Klangsprache, eine Verbindung, die das Publikum wenige Jahre zuvor schon an der Rhapsody in Blue begeistert hat. Tansman spazierte gemeinsam mit Gershwin durch Paris, lauschte den Autohupen auf den Boulevards, der Musik in den gemütlichen Straßencafés und half ihm bei der Orchestrierung der symphonischen Dichtung. Im Jahr 1931 fand dieser französische Esprit und das unverwechselbare „amerikanische“ Kolorit Einzug in Tansmans 3. Symphonie. Farbige Instrumentation, kombiniert mit den neuesten Kompositionstechniken und seiner großen Schöpfungskraft, formt die Symphonie concertante zu einem originellen Meisterwerk. Die deutsche Erstaufführung hat 2008 das entdeckungsfreudige Fauré Quartett gespielt.

Details

Freitag
07
April

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

08. Symphoniekonzert "Geistreich. Mutig. Romantisch"

Ernst von Dohnányi
Symphonische Minuten op. 36
Dmitrij Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
Johannes Brahms
Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Andrei Ionità, Violoncello
Hermann Bäumer, Dirigent

         

Der berühmte Widerstandskämpfer Hans von Dohnányi sowie seine Söhne Christoph von Dohnányi, bekannter Dirigent, und Klaus von Dohnányi, u. a. 1. Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, mögen vielen ein Begriff sein. Dass aber Hans von Dohnányi der Sohn des ungarischen Komponisten Ernst von Dohnányi war, wird weniger bekannt sein. Schon im Alter von 15 Jahren wurde er von Johannes Brahms entdeckt und erhielt fortan entscheidende Impulse. Dohnányis Kompositionsstil ist im Gegensatz zu seinem Jugendfreund Béla Bartók sehr traditionell. Seine Kompositionstechnik orientiert sich klar an den stilistischen Standards, ist in Harmonik und Instrumentation jedoch sehr einfallsreich. Seine im Jahr 1933 komponierten Symphonischen Minuten sind fünf effektvoll instrumentierte Miniaturen für ein großes Orchester − erfrischend unkonventionell!

„Der erste Impuls kam, als ich Sergej Prokofieffs symphonisches Konzert für Violoncello und Orchester hörte, das mich enorm interessierte und in mir den Wunsch weckte, mich ebenfalls auf diesem Gebiet zu versuchen“, so Dmitrij Schostakowitsch über die Entstehung seines ersten Konzertes für Violoncello und Orchester. Das Werk schrieb und widmete er seinem Freund, dem genialen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch, und schöpft darin die vielfältigsten Klangqualitäten, Spieltechniken und den phänomenalen Tonumfang des Violoncellos aus. Das viersätzige Werk lebt von seinen Kontrasten zwischen sarkastischem, lebhaften Humor und nachdenklicher Expressivität und gehört zu den beliebtesten Cellokonzerten des 20. Jahrhunderts.

Die Sommerurlaube scheinen Johannes Brahms Zeit seines Lebens musikalisch motiviert zu haben. So beendete er die Komposition seiner ersten Symphonie im Sommer 1874 in Saßnitz/Rügen, seine zweite folgte 1877 im Sommerquartier am Wörthersee, seine dritte entstand im Sommer 1883 im Kurbad Wiesbaden und die vierte 1885 in Mürzzuschlag in der Steiermark. In diesen Sommermonaten genoss er die Stille und die Naturverbundenheit sowie die Geselligkeit nach getaner Arbeit. Seine ausgedehnten „Morgenspaziergänge“ auf den Neroberg, die geselligen Abende bei der befreundeten Familie Beckerath und das gemeinsame Musizieren mit der „reizenden“ Sängerin Hermine Spies beflügelten ihn im Sommer 1883 zur Komposition seiner dritten Symphonie. So betont Antonín Dvořák noch vor der Uraufführung der Symphonie bewundernd dem Verleger Fritz Simrock: „Es ist eine Stimmung darin, wie man sie bei Brahms nicht oft findet! Welch herrliche Melodien sind da zu finden! Es ist lauter Liebe und das Herz geht einem dabei auf. Denken Sie an meine Worte, und wenn Sie die Symphonie hören, werden Sie sagen, dass ich gut gehört habe.“

Details

Samstag
06
Mai

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

Galakonzert des 6. Int. Violinwettbewerbs Henri Marteau

Preisträger/innen des Wettbewerbs

Nicholas Milton, Dirigent

Freitag
19
Mai

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

09. Symphoniekonzert "Femme fatale"

Richard Strauss
Tanz der sieben Schleier aus der Oper Salome op. 54
Georges Bizet
Carmen-Suiten Nr. 1 und Nr. 2 (Auszüge)
Nikolaj Rimsky-Korsakow
Scheherazade, Symphonische Suite op. 35
nach Tausendundeiner Nacht

 

Hofer Symphoniker
Daniel Klajner
, Dirigent

Sie ist anziehend, sie ist unwiderstehlich, und immer befördert sie ihre männlichen Opfer ins Verderben. Die Rede ist von der Femme fatale. In der Mythologie, der Kunst und der Literatur vertreten, stehen dabei immer die Verführungskünste der Femme fatale im Zentrum des Geschehens. In diesem Symphoniekonzert stellen wir Ihnen drei Beispiele vor. Salome, das Urbild der Femme fatale, die durch ihre Grausamkeit den Tod Johannes’ verschuldet. Die emanzipierte Zigeunerin Carmen, die mit ihrer erotischen Anziehungskraft den Soldaten Don José zum Verbrecher macht. Und nicht zuletzt Scheherazade, die mit List, Reiz und Phantasie nicht nur ihren Kopf rettet, sondern auch die Liebe des Sultans gewinnt.

Nachdem Richard Strauss 1903 Oscar Wildes skandalumwitterte Salome im Theater erlebt hatte, wählte er den Text als Grundlage für die gleichnamige Oper aus. Strauss erschafft einen Operneinakter, der 1904 die Musikwelt begeistert. Salome, die den Propheten Jochanaan begehrte und von ihm verschmäht wurde, erpresst im Tanz der sieben Schleier bei ihrem Stiefvater Herodes die Erfüllung ihres Verlangens. Sie fordert den Kopf des Jochanaan in einer Silberschüssel, um sodann die Lippen des Enthaupteten zu küssen. Erst 1905 ergänzte Strauss den Tanz der sieben Schleier, eine rein orchestrale Musiknummer, die sich schnell im Konzertsaal etablierte. Eine rauschhafte und liebestrunkene Musik, die in knapp zehn Minuten die Gipfel und Abgründe menschlicher Leidenschaften offenbart.

Georges Bizets Carmen, nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée, ist die beliebteste Oper der Welt. Carmen, die exotische und selbstbewusste Zigeunerin, lebt und liebt ihr Leben frei von Konventionen und preist in der berühmten Habanera die freie und selbstbestimmte Liebe an. Der ihren Reizen verfallene Don José kann mit ihrem liberalen Umgang nicht umgehen und bringt sie, von maßloser Eifersucht getrieben, um. An diesem Konzertabend hören Sie Ausschnitte aus den Carmen-Suiten, die erst nach dem Tod Bizets aus den schönsten Orchesterstücken (u. a. auch die konzertante Habanera der Oper) zusammengestellt wurden.

Tausendundeine Nacht, ein Klassiker der Weltliteratur, dem wir u. a. die Märchen Aladin und die Wunderlampe und Ali Baba und die 40 Räuber zu verdanken haben, wurde von Nikolaj Rimsky-Korsakow in seiner Komposition Scheherazade vertont. Die Prinzessin Scheherazade sieht im Erzählen der Märchen ihre einzige Möglichkeit, der drohenden Hinrichtung durch den Sultan Schach-Riar zu entgehen. Durch Scheherazades geschickt ineinander geflochtene Märchen vermag sie den Sultan so zu verzaubern und in ihren Bann zu ziehen, dass er die Hinrichtung von Tag zu Tag hinausschiebt und sie zum Schluss durch seine starke Zuneigung am Leben lässt. „Auf der Grundlage der völlig freien Behandlung des musikalischen Materials wollte ich eine viersätzige Orchestersuite schaffen, die einerseits durch Themen und Motive innerlich geschlossen ist und andererseits gleichsam eine kaleidoskopartige Folge von Märchenbildern orientalischen Gepräges bietet“, so der Komponist selber über sein bei weitem populärstes Orchesterwerk.

Details

Samstag
24
Juni

19:30 Uhr
St. Michaeliskirche Hof

10. Symphoniekonzert "Grosse Meister"

Johann Sebastian Bach
Magnificat D-Dur für fünf Solostimmen,
Chor und Orchester BWV 243
Wolfgang Amadeus Mozart
Messe c-Moll für vier Solostimmen,
Chor und Orchester KV 427

 

Enoch zu Guttenberg, Dirigent
Chorgemeinschaft Neubeuern
Solisten
, N.N.

Das Magnificat komponierte Johann Sebastian Bach im ersten Jahr seiner Leipziger Amtszeit und damit in seiner neuen Lebensstellung als Thomaskantor, die er von 1723 bis 1750 innehatte. Nach der kleinen Residenz Köthen konnte er in Leipzig die führende Position im Musikleben einer großen und wirtschaftlich florierenden Universitäts- und Handelsstadt einnehmen. Als Komponist konzentrierte sich Bach in den ersten Leipziger Jahren so intensiv wie in keiner anderen Lebensphase auf Kirchenmusik. Es entstanden neben dem Magnificat und unzähligen Kirchenkantaten unter anderem die Johannes- und die Matthäus-Passion.

Seine Uraufführung erlebte das Magnificat, das den lateinischen Lobgesang Marias vertont, am 2. Juli 1723 in Leipzig zum Fest Mariae Heimsuchung. Bach erweiterte das Werk zu Weihnachten des Jahres um vier Einlagesätze über Weihnachtstexte und leitete Aufführungen in der Leipziger Nikolaikirche und der Thomaskirche. Soweit stand das Werk in einer Fassung in Es-Dur.

Die heute bekanntere D-Dur-Fassung schuf Bach erst in den 1730er Jahren. Das großbesetzte, 12-sätzige, strahlend heitere Werk diente Bach als wichtige Vorstudie für seine späteren kirchenmusikalischen Großwerke. Nachdem Wolfgang Amadeus Mozart 1781 als freischaffender Komponist nach Wien gezogen war, begann die Lebensdekade, in der er seine wichtigsten Werke schuf: die großen Opern, die virtuosen Klavierkonzerte, die letzten Symphonien, die Motette Ave verum corpus, das Requiem und viele mehr. Die Messe c-Moll entstand dabei ziemlich zu Beginn seiner Wiener Jahre im Herbst bis Winter 1782/1783. Obwohl Mozart das Werk nicht vollendete, handelt es sich um seine umfangreichste Messvertonung.

Der Anlass für die Komposition liegt im Dunkeln. Gesichert ist, dass Mozart und Constanze Weber am 4. August 1782 heirateten und die erste Zeit bei Mozart auch von tiefen religiösen Gefühlen begleitet war. Teile der Messe wurden vermutlich Ende Oktober 1783 in Salzburg unter Mitwirkung der ganzen Hofmusik und Constanzes als Sopranistin aufgeführt. In der großangelegten Komposition mit ihren gewaltigen Chören und traumhaften Solo-Abschnitten tritt Mozarts intensive Beschäftigung mit dem Barock zutage, mit den Oratorien Händels und den Fugenkompositionen Bachs.

Details

Freitag
07
Juli

19:30 Uhr
Freiheitshalle Hof, Festsaal

11. Symphoniekonzert "Per aspera ad astra"

Joseph Haydn
Symphonie Nr. 94 G-Dur "Mit dem Paukenschlag"
Johann Nepomuk Hummel
Introduktion, Thema und Variationen für Oboe und Orchester op. 102
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67

 

Albrecht Mayer, Oboe und Dirigent

Noch ist der grandiose Konzertabend mit dem Oboisten Albrecht Mayer in bester Erinnerung. Der dreifache Echo-Preisträger konnte erneut gewonnen werden und präsentiert sich in diesem Konzert in Doppelfunktion, als Solist mit seiner Oboe und als Dirigent.

Mit Johann Nepomuk Hummels Introduktion, Thema und Variationen für Oboe und Orchester wird Albrecht Mayer ein charmantes Variationswerk vorstellen. Nach einer melodiösen Introduktion erklingt ein keck-liebliches Thema, das in vier virtuosen Variationen verarbeitet wird. Ein Werk mit einer gelungenen Mischung inspirierter und brillanter Kunstfertigkeit.

Den Höhepunkt seines symphonischen Schaffens erreichte Joseph Haydn mit seinen letzten zwölf Symphonien, den Londoner Symphonien. Fast drei Jahrzehnte im Dienst der Fürsten Esterházy lagen hinter ihm, als der 59-jährige Haydn nach London aufbrach und mit Unterstützung des Konzertunternehmers Johann Peter Salomon seinen internationalen Ruhm ausbaute. Die populärste Londoner Symphonie ist seine Symphonie „Mit dem Paukenschlag“. Der Anekdote zufolge setzte Haydn den überraschenden Paukenschlag in den zweiten Satz, um gewisse Leute im Publikum, die die langsamen Sätze zum Schlummern nutzten, so unsanft als möglich zu wecken.

Ta-ta-ta-taaa, das kurze und plakative Motiv gleich zu Beginn der 5. Symphonie von Ludwig van Beethoven wurde zum Markenzeichen des Komponisten. „So pocht das Schicksal an die Pforte“, soll die legendäre Aussage Beethovens über das berühmte Klopfmotiv sein, die der Symphonie auch den Beinamen „Schicksalssymphonie“ beschert hat. Bis heute kann sich kaum jemand der beschwörenden Wirkung entziehen. Vom düsteren, pochenden c-Moll des Anfangs zum strahlenden, sieghaften C-Dur des Finales nimmt die Symphonie eine atemberaubende Entwicklung durch die Nacht zum Licht, per aspera ad astra!

Details