4. Symphoniekonzert
Beethoven

Freitag, 2. Dezember 2022 . 19:30 Uhr . Festsaal, Freiheitshalle Hof

4. Symphoniekonzert
Jubilee

Klavier Yumeka Nakagawa
Dirigent Chistian Zacharias

Werke
Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Wir laden Sie herzlich zur Konzerteinführung um 18:30 Uhr im Konferenzbereich Freiheitshalle Hof ein, der Eintritt ist frei.

Christian Zacharias setzt seinen Beethoven-Zyklus bei den Hofer Symphonikern
fort. Zunächst dirigiert er die wohl witzigste von Ludwig van Beethovens Symphonien.
Diese knapp 30-minütige Achte führt aufs Glatteis. Sie ist eine Symphonie voller
Esprit, Ironie und tieferer Bedeutung, für Kenner und Neulinge im Konzertsaal
gleichermaßen. Unauffällig angedeutet ist das in den Satztiteln, die allerdings kein Programm formulieren: Das Allegro vivace, der lebhaft schnelle Kopfsatz, ist auch con brio vorzutragen, doppelt lebhaft also und mit Pep. Der folgende Satz Allegretto, etwas schnell, und scherzando.
Kenner können sich misstrauisch fragen, warum Beethoven ausgerechnet in dieser Symphonie als dritten Satz kein Scherzo ankündigt, sondern ein Tempo di Minuetto. Neulinge dürfen sich überraschen lassen. Diese Achte hat etwas Demonstratives: Die geistreich repetitive Motivgestaltung, die lauten Leerläufe, als würde Beethoven den Motor aufheulen lassen. Oft sind es große, manchmal ostentativ hohle Gesten, immer wieder aber auch leise, subtile Effekte … Sowieso furios ist das Finale. Wenn es vorbei ist, bleibt offen, ob Beethoven
das alles wirklich ernst gemeint hat.
Ins Lyrische wechselt die Stimmung dann in seinem Klavierkonzert Nr. 4. Dort setzt, was ungewöhnlich ist, zunächst das Klavier allein ein – mit höchst einprägsamen Takten voller leiser Spannung.
Christian Zacharias hat Yumeka Nakagawa als Interpretin dieses Klavierkonzerts erlebt. Danach hat er sich gewünscht, genau dieses Konzert mit ihr aufzuführen. Da uns die Förderung des musikalischen Nachwuchses ein Herzensanliegen ist, freuen wir uns sehr, dass wir mit der Wunschbesetzung unseres Dirigenten zugleich eine der jüngsten Solistinnen dieser Spielzeit bei uns begrüßen dürfen.
Besonders hervor stechen unter ihren vielen Preisen der 1. Preis, der Publikumspreis sowie der Sonderpreis „Coup de Coeur“ beim renommierten Internationalen Clara- Haskil-Klavierwettbewerb 2021. Wir sind gespannt, wie diese junge Pianistin Beethovens Klavierkonzert gestalten wird: die lyrischen Momente des ersten, die gesanglichen des zweiten oder die rasant elastischen Läufe des dritten Satzes.
Impulsiv wie dieses Finale ist im Ganzen auch Beethovens gewichtige Symphonie Nr. 7. Zu ihr muss man vielleicht gar nicht viel sagen: Sie ist nicht ganz so bekannt wie die Fünfte oder die Neunte, und trotzdem ist sie eine von Beethovens beliebtesten. Der langsame Satz wurde in den letzten Jahren häufiger als Filmmusik verwendet und so gehört er zum “Passivmusikschatz” vieler Cineasten. Richard Wagner sah in der Siebten eine flammende „Apotheose des Tanzes“.