5. Symphoniekonzert
Klassik aus Wien

Freitag, 29. Januar 2027 . 19:30 Uhr . Festsaal Freiheitshalle Hof

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56
Franz Schubert
Symphonie Nr. 8 C-Dur D. 944 „Die Große“

Klavier Can Çakmur
Violine David Castro-Balbi
Violoncello Alexandre Castro-Balbi
Dirigent Johannes Wildner

Konzerteinführung 18.30 Uhr

Klavier Can Çakmur
Violoncello Alexandre Castro-Balbi © andreas-schlager@gmx.de
Violoncello Alexandre Castro-Balbi
Dirigent Johannes Wildner

Sich selbst neu erfinden, das konnte Beethoven. Er hat es immer wieder getan. Auch seinem Tripelkonzert hört man das an – selbst unter Beethovens Werken ist es ein Überraschungsei, schon von der Besetzung her.

Dazu kommt der charakteristische Ton dieses Konzerts: Der Kopfsatz klingt lieblich, jedenfalls für Beethovens Verhältnisse. Der Mittelsatz ist schwerelos. Und allein für den Übergang vom zweiten in den dritten Satz lohnt es sich, in unser Konzert zu gehen.

Als Solisten begrüßen wir den Pianisten Can Çakmur, den Geiger David Castro-Balbi und den Cellisten Alexandre Castro-Balbi. Alle drei sind international tätige Solisten und vielfach preisgekrönte Virtuosen, die ihre Laufbahn schon in sehr jungen Jahren begannen.

Bei Johannes Wildner wissen wir dieses Programm in den besten Händen. Er ist seit vielen Jahren ein beliebter Gast in Hof. Er hat über 100 CDs, DVDs und Videos aufgenommen. Bis 2023 war er Professor für Orchesterdirigieren in Wien.

Ebendort brachte Ludwig van Beethoven im Jahr 1824 seine Symphonie Nr. 9 zur Uraufführung. Für Schubert, der Beethoven sehr verehrte, war das ein besonderer Anstoß. Wohl ab 1825 komponierte er seine groß angelegte Symphonie in C-Dur, die allerdings erst spät öffentlich aufgeführt wurde. Über zehn Jahre nach Schuberts Tod war es Felix Mendelssohn Bartholdy, der sie in Leipzig der Öffentlichkeit vorstellte.

Der erste Satz beginnt mit einem selbstsicheren Hornruf. Hat Brahms sich in seinem zweiten Klavierkonzert, das wir im 1. Symphoniekonzert gespielt haben, von Schubert etwas abgeschaut? Im Kopfsatz von Schuberts Symphonie ist der Hornruf eine Geste, die Ruhe und Spannung verspricht. Sie ist beim Hören im weiteren Verlauf gut wiedererkennbar. Es scheint sich sogar schon in diesen ersten Tönen und Takten die große Dimension abzuzeichnen, auf die Schubert in dieser Symphonie erfolgreich zielt.
Wie ein langer, stilisierter Sonntagsspaziergang bei allerschönstem Wetter klingt der zweite Satz, ein Andante con moto (gehend, bewegt).
Das Scherzo schwelgt in Leichtigkeit, als ob nichts die gute Stimmung jemals trüben könnte. Schubert erlaubt sich hier viel Wohlklang und federnde Tanzmelodien, von denen man sich beim Hören weit davontragen lassen kann.
Mit einer erst leisen, dann explosiven Orchesterfanfare beginnt der vierte Satz. Er entwickelt eine Energie, die der Kraft Beethovenscher Spannungsverläufe in nichts nachsteht. Und trotzdem findet Schubert immer wieder Zeit für ein paar liedhafte Passagen. Wie er das macht? Hören Sie selbst …

Cellist Alexandre Castro-Balbi gibt am Vortag des Konzerts eine Masterclass für Schülerinnen und Schüler unserer Musikschule

Werke von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert

5. Symphoniekonzert - Klassik aus Wien Werke von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Klavier: Can Çakmur Violine: David Castro-Balbi Violoncello: Alexandre Castro-Balbi Dirigent: Johannes Wildner