6. Symphoniekonzert
Phantastische Welten

Freitag, 19. Februar 2027 . 19:30 Uhr . Festsaal Freiheitshalle Hof

Pjotr I. Tschaikowsky
Violinkonzert D-Dur op. 35
Maurice Ravel
„Ma Mère l’Oye“ Ballettsuite
Henri Dutilleux
„Le Loup“ Ballettmusik

Violine Josef Špaček
Chefdirigent Martijn Dendievel

Violine Josef Špaček
© Radovan Subin
Chefdirigent Martijn Dendievel
© Fotostudio Schwarzenbach
Atelier Christine

Josef Špaček gibt am Vortag des Konzerts eine Masterclass für Schülerinnen und Schüler unserer Musikschule

Konzerteinführung 18.30 Uhr

Gibt es ein glanzvolleres Violinkonzert?
Der Kopfsatz dauert eine kleine, aber schöne Ewigkeit. Tschaikowsky lässt ihn langsam beginnen. Bald steigt die Spannung, aber nur für einen Moment. Dann steigt die Geige ein und singt. Klangprächtige Melodien konnte Tschaikowsky aus dem Ärmel schütteln wie kaum ein Zweiter.

Aber man täusche sich nicht: Dieses Stück hat es auch technisch ganz schön in sich. Als Tschaikowsky es dem Solisten der geplanten Uraufführung vorlegte, bezeichnete der es als unspielbar. Es dauerte dann etwas, bis es doch zu ersten Aufführungen kam. Heute gehört es zu den zentralen Stücken des Solorepertoires. Es ist nur deswegen nicht häufiger im Konzertsaal zu hören, weil es so viele Violinkonzerte gibt.

Den Solopart übernimmt Josef Špaček, unser Fokuskünstler in der laufenden Spielzeit. Er wird uns noch in einem weiteren Symphoniekonzert beehren. Außerdem gibt er in Hof eine Masterclass. Bis 2019/2020 war er Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie, der jüngste, den dieses Orchester je hatte. Seither konzentriert er sich auf seine Sololaufbahn. Wir können es Ihnen nur wärmstens ans Herz legen, diesen großartigen, sehr gefragten Solisten nicht zu verpassen. Für Tschaikowskys Violinkonzert bringt er die Athletik mit, aber auch das Gespür für Farben und Zwischentöne.

Nach dem Violinkonzert hören wir mit Ravels Ballettsuite „Ma Mère l’Oye“ („Meine Mutter Gans“) eine Komposition, die inhaltlich auf eine Märchensammlung Charles Perraults zurückgeht. Fürs Hören ist das fast zweitrangig. Ravel war ein Virtuose des Orchesterklangs, ein Zauberer der leisen Töne, die eine heftige Kraft entwickeln können.

Wer zu wissen meint, wie ein Symphonieorchester klingt, wird von Ravels Musik manchmal überrascht und vielleicht sogar aufs Schönste eines Besseren belehrt. Und wer Lust hat, zum ersten Mal ins Konzert zu gehen, für den bieten spannende Werke wie dieses von Ravel die ideale Gelegenheit.

Legendär für seine Langsamkeit war der Komponist Henri Dutilleux, ein Landsmann Ravels, der für seine Klangkunst vielleicht noch berühmter wurde als Ravel selbst. Dutilleux ließ sich Zeit beim Komponieren. Davon wusste man. Und man wartete gerne auf seine wie Diamanten geschliffenen Kompositionen. 97 Jahre wurde Dutilleux alt. Er starb 2013 in Paris.

„Le Loup“ ist ein frühes, damals höchst erfolgreiches Werk. Im Grunde ist es eine Vertonung eines Stoffs um „Die Schöne und das Biest“. „Le Loup“ ist außerdem ein Geheimtipp unseres Chefdirigenten Martijn Dendievel. Von ihm ist die Fassung, die wir unter seiner Leitung für Sie spielen.

Josef Špaček gibt am Vortag des Konzerts eine Masterclass für Schülerinnen und Schüler unserer Musikschule

Konzerteinführung 18.30 Uhr

Werke von Pjotr I. Tschaikowsky, Maurice Ravel und Henri Dutilleux.

6. Symphoniekonzert - Phantastische Welten Werke von Pjotr I. Tschaikowsky, Maurice Ravel und Henri Dutilleux. Violine: Josef Špaček Chefdirigent: Martijn Dendievel