8. Symphoniekonzert
Innere Stimmen

Freitag, 16. April 2027 . 19:30 Uhr . Festsaal Freiheitshalle Hof

Tzvi Avni
„Prayer“ für Streichorchester
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37
Antonín Dvořák
Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70

Klavier Marie-Ange Nguci
Dirigentin Bar Avni

Klavier Marie-Ange Nguci
© Valentine Chauvin
Dirigentin Bar Avni
© Stefanie Jaeger / Jaegerfilms

Marie-Ange Nguci gibt am Vortag des Konzerts eine Masterclass für Schülerinnen und Schüler unserer Musikschule

Konzerteinführung 18.30 Uhr

Konzertsäle können Kraftorte sein. Manchmal werden sie zu Räumen der inneren Zwiesprache. Andächtig wie in einem Gebetsraum sitzen wir da, wenn wir Musik hören, ohne dass uns jemand zum Gebet einladen würde oder dass wir uns zu irgendeinem Glauben zu bekennen hätten.

Zur Einstimmung in dieses Programm hören wir gemeinsam ein musikalisches Gebet, das kurze „Prayer“ des 1927 in Saarbrücken geborenen Tzvi Avni. 1935 wanderte er ins heutige Israel aus, wo er zu einem wichtigen Komponisten seiner neuen Heimat wurde.

Marie-Ange Nguci ist die Solistin, die im Anschluss Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in der Tonart c-Moll für uns spielen wird, die für Beethoven so bedeutsam war; in c-Moll steht zum Beispiel auch seine fünfte Symphonie.

In Albanien aufgewachsen, studierte Marie-Ange Nguci in Paris, seit sie dreizehn war. In Wien studierte sie Orchesterdirigieren. An der City University of New York wurde sie mit achtzehn für ein Promotionsstudium zugelassen. Außerdem hat sie einen Master of Business Administration in Kulturmanagement. Als Solistin gastiert sie bei wichtigen Orchestern auf mehreren Kontinenten, beispielsweise beim NHK Symphony Orchestra Tokyo, Konzerthausorchester Berlin, Orchestre Symphonique de Montréal oder beim Sydney Symphony Orchestra.

Das Konzert Nr. 3 ist ein „typischer Beethoven“: Der lange Kopfsatz bleibt spannend bis zum Schluss. Es ist fast zum Niederknien, wie Beethoven nach der Kadenz den Einsatz des Orchesters einfädelt. Und plötzlich finden wir uns in der Coda wieder: Schema F kannte er gut. Also machte er es besser.
Der zweite Satz ist dem Vorigen ganz entrückt und beginnt harmonisch weit entfernt. Wie aus einer anderen Welt. Solche Kontraste schenkt uns Beethoven ja in vielen seiner Werke.
Als Finale hören wir dann ein kraftvolles Rondo. Es ist zupackend, abwechslungsreich und kurzweilig.

Wenig lieblich ist anschließend im Vergleich zu berühmteren Werken Dvořáks 7. Symphonie – zumindest gleich im ersten Satz, mit seinen kantigen Gesten, die an die Wucht Beethovens erinnern. Umso weicher und sanfter kommt das Seitenthema daher – walzerartig. Dieser Kopfsatz ist ebenso reich an Klangfarben wie an charakteristischen Gesten.
Einen stimmungsvollen Kontrapunkt zur wuchtigen Pracht des ersten setzt nachher der ruhige zweite Satz. Einen schwelgerischen Tanz bietet der dritte. Ein dramatisches Finale setzt den Schlusspunkt.

Die Leitung dieses Konzerts hat die in Israel geborene Dirigentin Bar Avni – die übrigens nicht mit dem Komponisten Tzvi Avni verwandt ist. Sie wurde ursprünglich als Schlagzeugerin ausgebildet. 2024 gewann sie den Wettbewerb La Maestra in Paris, fünf Sonderpreise inbegriffen.

Marie-Ange Nguci gibt am Vortag des Konzerts eine Masterclass für Schülerinnen und Schüler unserer Musikschule

Konzerteinführung 18.30 Uhr

Werke von Tzvi Avni, Ludwig van Beethoven und Antonín Dvořák

8. Symphoniekonzert - Innere Stimmen Werke von Tzvi Avni, Ludwig van Beethoven und Antonín Dvořák. Klavier: Marie-Ange Nguci Dirigentin: Bar Avni